Hier beantworten wir Ihnen einige häufig gestellte Fragen zum EnergieManager Training (IHK). Ist Ihre Frage nicht dabei? Dann wenden Sie sich einfach direkt an uns. Ansprechpartner in Ihrer Nähe finden Sie im Bereich Trainingsorte.
umfangreiche Kompetenzen in allen energierelevanten Technologie- und Managementthemen
Zugang zu vielen nützlichen Berechnungs-Tools
nachhaltige Sensibilisierung für Energieeinsparmaßnahmen
Netzwerk von Energieexperten (auch online)
Begegnung mit (externen) Spezialisten auf Augenhöhe
Bundesweit anerkanntes Zertifikat „EnergieManager (IHK)“ in deutsch
International anerkanntes IHK-Zertifikat „European EnergyManager“ in englisch
Projekterfahrung: Fertigkeit, energietechnische Einsparprojekte zu entwickeln sowie technisch und wirtschaftlich kalkulieren zu können
Der Nutzen für das Unternehmen liegt in folgenden Bereichen:
- Durch die Lehrgangsteilnahme ist umfassende Energie-Kompetenz im Unternehmen verfügbar, einerseits für Optimierungen, andererseits für die Koordination neuer Anforderungen wie z.B. der Emissionshandel oder anderer Themen, die von Seiten des Gesetzgebers auf Unternehmen zukommen können.
- Durch die während des Lehrgangs entwickelte Projektarbeit im Unternehmen werden sofort Einsparpotentiale aufgezeigt. Bei entsprechender Umsetzung (Umsetzungswahrscheinlichkeit 86 %) resultiert daraus ein direkter Return on invest, das Unternehmen spart sofort bare Euro. Die durchschnittliche Einsparung je Projektarbeit betrug 486 MWh/a und 32.700 € (Werte der IHK Nürnberg, Pilot-Lehrgang European EnergyManager 2006)
- Weitere positve Effekte für die Unternehmen: Kostentransparenz, Vorbereitung auf weitere Veränderungen auf dem Energiemarkt
Das Training basiert auf einem bundesweit einheitlichen Qualifizierungskonzept, das unter der Federführung der IHK Nürnberg für Mittelfranken zusammen mit weiteren IHKs, betrieblichen Experten und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag e.V. bzw. der DIHK-Bildungs-GmbH standardisiert wurde. Dies stellt die einheitliche Lehrgangsdurchführung in Deutschland sicher. Bei erfolgreichem Abschluss wird ein bundesweit anerkanntes IHK-Zertifikat verliehen.
Der Begriff European EnergyManager wird für die europaweite Expansion des EnergieManager Trainings (IHK) verwendet. Inhaltlich gibt es keine Unterschiede zwischen dem EnergieManager Training und der Weiterbildung zum European EnergyManager.
Eine Übersicht der Anbieter in Europa und weltweit finden Sie unter Trainingsorte.
Der Test besteht aus folgenden Teilen:
- Schriftlicher Abschlusstest zu den Seminarmodulen (120 Minuten mit Wissensfragen und Berechnungsaufgaben zu fünf verschiedenen Themen)
- Erstellen einer Projektarbeit und Präsentation
Jeder der beiden Teile muss bestanden werden, um das IHK-Zertifikat zu erhalten. Dafür genügen je mindestens 50 Prozent der maximal erreichbaren Punkte. Eine Wiederholung des Tests ist nach Absprache mit dem jeweiligen Weiterbildungsträger möglich.
Es kann immer mal passieren, dass aufgrund wichtiger anderer Termine ein Seminarmodul nicht wahrgenommen werden kann. Solange sich solche Abwesenheitszeiten in Grenzen halten, stellt das kein Problem dar. Der verpasste Lehrgangsstoff kann mittels der Unterlagen im internen Bereich des eForums nachgearbeitet werden. Eine Anwesenheitsquote von mindestens 80 Prozent ist im bundesweiten Qualitätsstandard für IHK-Zertifikatslehrgänge jedoch festgeschrieben. Diese Quote sollte eingehalten werden.
In verschiedenen EU-Projekten wurde ein einheitliches Standardtrainingsmaterial erarbeitet. Dieses Material stellt neben dem einheitlichen Qualifizierungskonzept auch einen standardisierten inhaltlichen roten Faden dar und besteht aus Vorbereitungsmaterial, Foliensatz, Checkliste, Fallbeispiel und Berechnungstool für jedes Thema. Das gesamte Material steht im Internet im internen Bereich des eForums – neben weiteren Informationen – als Download zur Verfügung.
Die Projektarbeit ist integraler Bestandteil des Trainings und behandelt eine detaillierte betriebliche Fragestellung zur Energieeinsparung. Sie hat im Normalfall in etwa einen Umfang von 15 bis 20 DIN-A4 Seiten. Am Ende des Trainings wird die Projektarbeit vor einer fiktiven Geschäftsführung präsentiert (Dauer 10 Minuten).
Die jeweilige Lehrgangsleitung wird Sie dann bei der Suche nach einem Projektarbeitsthema unterstützen. Oftmals besteht die Möglichkeit, bei einem Lehrgangskollegen ein weiteres Thema zu bearbeiten.
In allen Phasen der Projektarbeit werden Sie entsprechend unterstützt:
- bei der Definition der Projektarbeit hinsichtlich eines passenden Themas und bzgl. des realisierbaren Umfangs
- in der Bearbeitung bei auftretenden offenen Fragen durch qualifizierte Beratung seitens eines Tutors (meist der jeweilige Fachspezialist im Rahmen der Seminarmodule)
Beim Start des Zertifikatslehrgangs versendet der jeweilige Weiterbildungsträger eine Information an die Teilnehmer, die das Registrierungsprocedere beschreibt. Ein Zugang zur Online-Lernplattform training.eurem.net ist an eine Teilnahme am Lehrgang gekoppelt und ohne diese nicht möglich.
Die Nutzungsgebühr beträgt 250,00 € und ist in der Lehrgangsgebühr enthalten. Die Nutzungszeit beträgt drei Jahre ab Lehrgangsbeginn; d. h. nach Lehrgangsende haben Sie noch ca. 2,5 Jahre freien Zugang.
Es ist eine erforderliche Fachkunde zur ordnungsgemäßen Durchführung nötig. Diese wird nachgewiesen durch:
- Ausbildung
- Abschluss eines Hochschul- oder Fachhochschulstudiums in einer einschlägigen Fachrichtung der Ingenieur- oder Naturwissenschaften. Als einschlägige Fachrichtung zählen beispielsweise: Energietechnik, Energieerzeugung, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Verbrennungstechnik, Umwelttechnik, Technische Gebäudeausrüstung, Versorgungstechnik, Bauingenieurwesen, Physik, Maschinenbau, Elektromaschinenbau
- Staatlich geprüfter Techniker/staatlich geprüfte Technikerin in einer einschlägigen Fachrichtung
- Einen Meisterabschluss in einer einschlägigen Fachrichtung. Als einschlägige Fachrichtung für Techniker/Technikerinnen und Meister/Meisterinnen zählen beispielsweise: Heizungstechnik, Lüftungstechnik, Klimatechnik, Elektrotechnik, Kältesystemtechnik, Metalltechnik, Umwelttechnik, Bautechnik, Isoliertechnik, Maschinenbautechnik, Physiktechnik
- Berufserfahrung: Mindestens 3 jährige hauptberufliche Tätigkeit, in der praxisbezogene Kenntnisse über betriebliche Energieberatung gesammelt wurden
Mit der Weiterbildung zum EnergieManager (IHK) erwirbt man nicht automatisch die Berechtigung, Energie-Audits gemäß (EDL-G) durchzuführen, da die individuellen Gegebenheiten (Ausbildung, Berufserfahrung, Unabhängigkeit) zu berücksichtigen sind. Die Qualifizierung kann allerdings dazu beitragen, die Fachkunde des Auditors zu stärken.
Unabhängigkeit: Das Energieaudit ist in unabhängiger Weise durchzuführen.
Folgende Personenkreise kommen für die Durchführung von Energieaudits in Frage: Energie-Berater, Zugelassene Umweltgutachter, ISO 50001 – Zertifizierer sowie interne Personen.
Auch unternehmensinterne Personen können Energieaudits durchführen, wenn sie die Anforderungen erfüllen und ihre Tätigkeiten unabhängig von den – durch das Energieaudit erfassten – Tätigkeiten sind. Das BAFA weist darauf hin, dass die bestellten Energiebeauftragten bzw. Energiemanager des Unternehmens die Audits durchführen können, da hier – per Definition – kein Interessenskonflikt zu erwarten ist.
Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) „Energieaudits nach EDL-G: Hinweise zur Registrierung von Energieaudits durchführenden Personen“.
Es bestehen drei bedeutsame Unterschiede:
- Die Zielgruppe
Der EnergieManager-Lehrgang richtet sich v.a. an Mitarbeiter aus Industrie und Dienstleistung und weniger an Handwerks-Branchen wie Heizung oder Stukkateure. - Die Inhalte
Die Themen des Lehrgangs orientieren sich an der industriellen Praxis (z.B. Druckluft oder Energieeinkauf), während die Inhalte des Energieberaters HWK sich rund um das Wohngebäude drehen. - Die Projektarbeit
Im Rahmen des Lehrgangs wird eine konkrete Themenstellung aus der eigenen Berufspraxis als Projektarbeit bearbeitet – mit der Zielsetzung der energetischen Optimierung und Kostensenkung. Dieses Element fehlt in der Ausbildung zum Energieberater (HWK).
Um die Qualität aller EUREM Trainings weltweit sicherzustellen, wird seit 2010 jährlich die „EUREM Quality Assurance“ durchgeführt. Alle EUREM Anbieter werden zu den Hauptelementen der EUREM Trainings befragt, Unterlagen werden angefordert, die Ergebnisse zusammengefasst und den EUREM Anbietern Maßnahmen zur Verbesserung vorgeschlagen. Dadurch bleibt EUREM auch zukünftig das anspruchsvolle, standardisierte internationale Trainings- und Netzwerkprogramm.

